4. Pop-Up-Ausstellung „Begegnung und Bewegung an der Kante“ in Herzogenrath

Am 19. Februar 2026 eröffnete die bis zum 05. März andauernde Pop-Up-Ausstellung „Begegnung und Bewegung an der Kante“ im Nell-Breuning-Haus Herzogenrath (Wiesenstraße 17, 52134 Herzogenrath).
Die Ausstellung ist Teil eines umfangreichen Erinnerungsprojektes der Initiative Buirer für Buir. Durch das Projekt entsteht ein interaktives Informations- und Dokumentationsfundament mit Zeitzeugenberichten, Artefakten und Videomaterial. Die Ausstellung macht die Protestkultur in den langjährigen Auseinandersetzungen um den Braunkohlenabbau im Rheinischen Revier – insbesondere rund um den Hambacher Wald – erlebbar. Die Initiative Buirer für Buir startete und kuratiert dieses Projekt; als direkt am Tagebaurand angesiedelter bürgerschaftlicher Akteur war sie Teil der solidarischen Vielfalt der Hambi-Bleibt-Bewegung.

Die Ausstellung in Herzogenrath ist nach Stationen in Bürgewald und Aachen (2024), sowie Berverath (2025) die vierte Auflage mit weiteren Facetten und ergänzten Programminhalten.

Wichtige Termine im Laufe der Ausstellung sind

  • 19.02., 10 Uhr: Eröffnung der Ausstellung; 11 – 13 Uhr: Presse-Rundgang
  • 22.02., 10 Uhr Filmfrühstück „Die Rote Linie“ und anschließendes offenes Filmgespräch mit der Regisseurin Karin de Miguel Wessendorf, Carmen Eckhard (SEEMOREFILM), Todde Kemmerich und mir. Bitte kostenfrei anmelden unter seminar@nbh.de
    DIE ROTE LINIE zeigt eindrücklich, wie lokaler Widerstand globale Themen bewegt: Vier Protagonist:innen – ein Waldbesetzer, eine Anwohnerin, ein Familienvater und ein Naturpädagoge – kämpfen gegen die Rodung des Hambacher Forsts und für einen schnelleren Kohleausstieg. Ihre Geschichten sind mehr als Symbolik. Sie zeigen, wie zivilgesellschaftliches Engagement politische Entscheidungen beeinflusst – von der Kohlekommission bis zu bundesweiten Debatten. 
  • 24.02., 20 Uhr: Offene Führung
    25.02., 16 Uhr: Offene Führung im Rahmen der Historikertagung „Das vergessene Revier?“
  • 03.03., 18 Uhr: Podiumsdiskussion „Wandel.Wurzeln.Widerstand – Protestkultur als Teil des kulturellen Erbes“
    Unsere Gäste:
    – Dr. Michael Reitemeyer, Abteilungsleiter der Abteilung Kultur beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) NRW
    – Dr. Simon Teune, politischer Soziologe, Schwerpunkt Protest und Bewegungsforschung, Freie Universität Berlin; Gründungsmitglied des Institutes für Protest- und Bewegungsforschung (ipb)
    – Dr. Annette Schneider-Reinhardt, Fachreferentin Heimat: Immaterielles Kulturerbe, Baukultur und Denkmalpflege beim „Bund Heimat und Umwelt in Deutschland“ (BHU) und LVR-Projekt geSCHICHTen
    – Silke Schatz, Künstlerin, Langzeitprojekt Manheim calling
    – Bodo Middeldorf, Geschäftsführer Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR)
    – Moderation: Antje Grothus
  • 05.03., 18 Uhr: Finissage mit offener Führung
Die Initiatoren Gerhard Kern, Antje Grothus und Todde Kemmerich (v.l.n.r.) in Station 1 der ersten Pop-Up-Ausstellung

Weitere Informationen gibt es beim Nell-Breuning-Haus und den Buirern für Buir, sowie in diesem Flyer zum Ausdrucken oder Weiterleiten.